1. Körperbehinderten Zentrum 2004:
Eigens dafür gegründet. Irgendjemand meldete uns an (Lob oder Kritik an Jakob Hepp). Sagte, ihr müsst jetzt mal ne Band gründen. Innerhalb von 4 Tagen (die Nachbarn übertrieben maßlos) stand das Programm. Man warb mit "Bekannt von Umsonst und Draußen" und wir fühlten uns geschmeichelt.
Making Of: Der Soundmensch war betrunken, oder eben einfach unfähig; die Behinderten hats kaum gestört. Erste weibliche Übergriffe auf die Bühne (nun wussten wir, warum Gerd Lachner, Lachner heißt Ò Video muss bei Gelegenheit unbedingt hochgeladen werden) Die Bühne war total voll gestellt. Mit irgendwelchem Equipment von einer Christenband.
Außerdem: erste Antichristliche Ressentiments
2. Amerikanisch-Deutscher Schüleraustausch 2004:
Es wehten überall US und BRD Fahnen. Uns kam das wie ein rechtsextremes Barbecue vor Nach der Halbzeitpause wurden wir rausgeschmissen. Zu Recht!
Wir spielten auf der Straße davor weiter. Bis sie uns ins JUZ verdiskutiert hatten und wir unter Polizeischutz bis in den Morgen feierten
Making Of: Die Amis hatten kein Wort verstanden. Die anderen auch nicht.
Außerdem: erste Antiamerikanische Ressentiments
3. Open Air "Wasserhäusle" 2004:
Wir wurden trotzdem wieder engagiert. Ein treuer Fankreis war im Begriff sich zu formatieren. Erste "Stuben…Hocker" Choräle versuchten uns klarzumachen, dass wir Bläser brauchen.
Making Of: Das Equipment, dass wir bis dato hatten, ist durchgebrannt. Unser Manager mit der Kohle auch. Seitdem trinken wir gerne Alkohol. Vor allem vor Auftritten!
Außerdem: erste Antitechnischen Ressentiments
4. ACAB - Jam im ESG Haus 2004:
Erster offizieller Auftritt. Mit Bläsern und guter Laune. Der Raum, kleiner als deine Badewanne. Ca. 100 Leute am Start. Erstes offiziell und archiviertes Einsetzten der "Stubumania" mit den diesbezüglichen "Stuben…Hocker" Chorälen. Die etablierten Bands nach uns wurden ausgebuhlt. Alle wollten "Stuben…Hocker". Das tat uns Leid. Wirklich.
Making Of: Es tropfte von der Decke. Und von unseren Körpern. Wiederum andere Körper vielen auf die Bühne. Man versuchte sich in Sicherheit zu bringen. Vergeblich!
Außerdem: Erste Klaustrophischen Anfälle
5. St. Bruno, die erste 2004:
Erster groß angelegter eigener Auftritt. 5000 Flyer. Nicht weniger Bier und ähnliches. Der Auftritt wurde kurzfristig abgesetzt. Wir wurden Opfer einer reaktionär- christlichen Verleumdungskampagne. Unterstellt wurden uns unter anderem: Musik als linksradikales Propagandainstrument zu missbrauchen und antiamerikanische, bzw. "antibushistische" Hetze zu betreiben, kleine Kinder mit "Hammer und Sichel" Symbolen zu tätowieren, sowie die weggelaufenen Katzen der neureichen Steinbachtaler mit LSD Keksen zu füttern. Wir sagten zu alldem: "Bushshit!"
Making Of: In vollkommener Resignation, kam das "fiasko" auf den Plan. Vielen Dank noch mal und siehe 6.
Außerdem: Zweite antichristliche Ressentiments
Das endgültige Brechen mit dem "Main Pest"- Chefredakteur.
6. fiasko! 2004
Nun wissen wir, warum man in Kneipen keine Konzerte gibt, und nun wissen wir, was Rock´n Roll ist. Über dieses Konzert wollen wir kein Wort mehr verlieren. "fiasko!" im nahesten Sinne des Wortes. Keine Bühne, kein gar nichts und ca. 300 der 5000 Eingeladenen kamen dann wirklich. Ein Unding, die Band in all dem Tumult zusammen zu finden. Nur das Publikum war betrunkener als die Band. Die bewies es indem es auf die Musiker einfiel und zuweilen handgreiflich wurde. Keine Bühne und keine - für Bayern doch so insistierten - Guten Sitten boten da noch Schutz. Und, ja: ganz ehrlich, die Bläser trafen keinen einzigen Ton.
Making Of: Das "fiasko!" machte den größten Umsatz ihrer zehnjährigen Geschichte, obwohl - laut "fiasko!" - 50 (in Worten: fünfzig) Kästen Fremdgetränke reingeschmuggelt wurden. Vor kurzem erst fragte man uns, ob wir dann denn nicht noch mal spielen würden: wir überlegen noch!
Außerdem: Matze Schulte feierte ja eigentlich Geburtstag, was hieß, dass er ein wichtiger Sponsor war. Wir vergießen ihn, vor dem Konzert ausdrücklich zu erwähnen. Seit dem spielt er bei uns Geige.
7. Rosengasse: "Jazzkeller" 2004
Unser schönster Auftritt, bei weitem. Niemand kannte uns. Es waren ja nur Studenten da. Die erste Stunde jammten wir einfach so. Danach spielten wir das Programm. Keiner klatschte nach den Liedern. Keiner schrie "Stuben…Hocker". Einfach Nichts. Vorerst das Ende der "Stubumania". Vorerst: Therapie für Möchtegernpopstars und: ein paar Leute tanzten dann am Ende doch. Fast so, als ob wir es nicht sehen sollten.
Making Of: Die PA war mal wieder eigens "geklauft". Es waren schwierige Zeiten damals. Jonny "El Muchacho Del Bravo de la Costella" Kaiser war das erste Mal an der Perkussion. Die Geige am Matze, sollte in Zukunft auch nicht fehlen.
Außerdem: Seitdem wissen wir, dass Studenten auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. Der Gitarrist schrie nach zwei Stunden "Revolution!", damit wenigstens ein vernünftiges Wort am Abend gesagt wurde. Und: es konnte nur schlechter werden!
8. Cafe Cairo 2004
Ein wunderschöner Abend. Das erste Mal ne richtige Bühne. Einen richtigen Backstage Bereich, usw. Wir wurden für die Abiturfete von irgendeiner Schule engagiert. "Abi…WAS?". Naja, so was ähnliches wie Quali für Reiche. Eine Bombenstimmung im Publikum. Alle sangen und tanzten mit und sogar das cholerische Temperament unseres Bassisten konnte diese Stimmung nicht versauen. ("Ihr habt meinen Bass kaputt gemacht, Ihr Schweine!!!"). Wir spielten bis in den Morgen, zwei Mädels deren Namen die Redaktion unter keinen Umständen preisgibt konnten einfach nicht genug bekommen.
Making Of: "E.D.D on the Saxophon" (der Ede halt) war in Thailand. Konnte demnach auch nicht mitspielen. Aber wir haben ihm alles erzählt. "Marci" machte das erste - und weis Gott nicht letzte Mal - Stagediving zu "Wissenschaft". Er hat es ohne größere Schäden überlebt. ("Marci?")
Außerdem: "Für Haftungen des Haus- equipments, der hausinternen PA Anlage, kommt die Band "stubenhocker" in keinem-, und auch in keinem Ausnahmefall auf!"
9. St. Bruno: erster offizieller Auftritt in voller Besetzung 2005
Die Band hatte Hochkonjunktur. Wir waren das einzige Mittelständische Unternehmen,
das sukzessive neue Leute einstellte: hier waren wir zu Elft. Noch Gero am Tenor,
Jonny an der Perkussion und zweiten Gitarre und Gerd "Lungsum" Lachner am Kassettenrekorder.
Die bayerische Selbsthilfegruppe SPD, deren Gesprächskreis wir seit ´45 angehörten, wollte uns
eigens einen Orden verleihen. "Erfolgreichstes Mittelständisches Unternehmen 05". Wir lehnten ab.
Mit Verlieren wollten wir nun wirklich nichts mehr zu tun haben.
Making Of:
Pardon. Der Auftritt war eine Katastrophe. Wir gelobten in Zukunft alles besser zu machen.
Und manchmal hilft auch einfach: p r o b e n!
Außerdem:Um uns bei den "Diversen Polen" (hat nichts mit Polska zu tun) für den ACAB Jam zu
revanchieren, wo sie von unseren potentiellen Fans ausgebuht wurden, sollten sie bei uns den Opener
machen. Sie spielten ein schönes Konzert.
10. Erster emergenza akw 2005: "We are the… "
Wohlwahr, dass wir uns weder mit Bayern, noch mit Deutschland, oder gar Franken einigermaßen
gut identifizieren können, so kann für uns dennoch eines als Heimat herhalten. Das "akw!"
in Würzburg. Hier endlich einmal spielen zu können, war schon mehr als nur ein Heimspiel.
Es war das, was für die Doors vielleicht der Hollywood Bowl war, oder für Bob Dylan das Greenwich
Village. Natürlich nicht. Aber dennoch fieberten wir diesem Auftritt mit besonderer Temperatur
entgegen. Überdies war "emergenza" auch noch eine weltweiter Musik(?) Wettbewerb, in dessen
hierarchischen Strukturen man sich von Unterfranken bis hin zu einer einwöchigen USA Tournee
hocharbeiten sollte.
Es war ein wunderbarer Abend. Das Publikum wurde dem Begriff "Heimspiel" in jeder Hinsicht
gerecht und auch wir waren - mal wieder - in guter Form. Backstage war eine solidarische
und freundschaftliche Stimmung und auch Frontstage wurde einiges geboten: "Papaya Search",
die voluminös waren, von denen man aber leider (sehr leider) nichts mehr hört. "Diverse Pole",
die ihrem Namen alle Ehre machten und ihr bestes Konzert - überhaupt - spielten. Und natürlich
der erste (ich denke doch) Auftritt von Mistaas Soularis, die ganz am Ende ein headlinerhaftes,
psilocybinfarbenes transrektales Soundteppichspektakel (Tornando Tom!!!) veranstalteten.
Erster wurden wir. Knapp. Vor Mistaa und den anderen. Der Dank geht an unsere Crew und die sechzig
anderen, die für uns die Hand hoben. Und Dank vor allem auch an Dominik Weel, der wunderschöne Fotos
zu einem wunderschönen Abend machte.
Making Of:
Siehe Fotos "emergenza akw! 2005" von Dominik Weel. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Selten wart ihr besser: die Crew, ohne die ma nix wärn.
Außerdem:Erste Kapitalismusvorwürfe an das emergenza Team, die sich später erhärten sollten.
11. Zweiter emergenza akw 2005:
Nun gut: die Leute, die es sich leisten konnten, und wollten, zweimal im Monat 10 EURO
(in Worten: zehn) für ein Konzert fünftklassiger Bands und 20 Minuten "stubenhocker"
(mindestens viertklassig!) auszugeben, kamen eben noch mal. Wir haben eben viele reiche Freunde
(das soll keine Drohung sein), seitdem wir mit der Selbsthilfegruppe der bayerischen SPD gebrochen
haben. Und so wurden wir eben wieder Erster. Seitdem leben wir in jenem Paradoxon: dürfen wir uns
als "beste Band Würzburgs" ausgeben, wo wir doch den Kapitalismus so entschieden ablehnen.
Wir haben ja nur gewonnen, weil wir so reiche Verehrer haben, sagten manche. Wir sagten: nicht viel.
Making Of: Es ist eben so einer Sache, wenn man versucht geniale Sachen
(u.a. schöne und gelungene Abende) zu wiederholen. Bestimmt waren wir nicht gut, aber es gab
eben auch keine Besseren. An der Stimmung hat es nicht gelegen.
Außerdem: Schade dass Soularis nicht weitergekommen sind. Verdient hätten sie es allemal.
Jedoch gegen eine mächtige Sekte, die Fleischfresser diskriminiert, dafür aber Menschen ausbeutet
und zu niedrigsten Löhnen schuften lässt, hat selbst qualitätvollste Musik mit solidarischer
Unterstützung nichts entgegen zu setzten. Zum Glück gibt es Tiere.
12. Emrgenza - LKA longhorn 2005
Die stubenhocker fuhren ins Schwabenländle und ihr fuhrt alle mit. Mit Bus und so.
Dem Olli hat´s so gut gefallen, dass er gleich dort geblieben ist.
In Stuttgart. Ja, ansonsten waren nur Rockbands am Start. Wir kamen trotzdem auf den vierten Platz,
die ersten drei kamen weiter. Nun gut. Der Kaffee kostete 4 EUR. Wohl gemerkt, in Worten "vier"!.
Ja, ja, erst süchtig machen, und dann so was!!!. Purste Kapitalismus Schweinerei.
Ekelig, pfui, puuh!!! Uns fehlen die Worte! Ach so ja: leiht nie euer Auto einem Peruaner.
Vor allem nicht vor einem Auftritt. Er kommt zweieinhalb! Stunden zu spät und faselt dann irgendwas
von "Schlüsseln…vergessen…keine Ahnung!".
Making Of: Bus organisiert, der sich irgendwo verfahren hatte.
Außerdem musste er die ganze Zeit zum Kotzen und Urinieren anhalten.
So, war das. Wir nahmen uns vor, das nächste Mal mit IndieRockBand und weiblicher Sängerin,
Pseudopolitik und Drogenrockposen inklusive, aufzutreten. Noch haben wir´ s nicht geschafft.
Es fehlt uns an allem.
Außerdem: Erste Anzeichen dafür, dass sich "stubenhocker" eben leider nicht kommerzialisieren
lassen. Weil: dafür sind sie eben viel zu peinlich (ihr müsstet mal auf Bandproben sein; die meiste
Zeit lachen wir über uns selbst, zu Recht!) und zu verplant und zu unkommerziell. Was heißt:
der große Traum vom kleinen Rockstar platze einfach so. In Stuttgart. Schwaben. Die, die alles
außer Hochdeutsch können!
13. blow out akw! 2005
Nach tief sitzenden und schwer weg zualkoholisierenden Selbstzweifeln sollten wir dann wieder
im akw! spielen. Gerüchte wurden laut, dass wir uns aufgelöst hätten und wir, dass war ja das
schlimme, wussten nicht mal wirklich, ob da was dran war. Man hatte sich ja immer so viel
vorgenommen und ist immer wieder an der eigenen Verplantheit und dem Drogenkonsum der Anderen
gescheitert. Kurzum, man studiert eben nicht BWL. Die "Blow Out" Party im akw! hatte uns wieder
resozialisiert. Die haben uns aus unseren Buden geholt, auf Entzug geschickt und uns mit fetten
Gagen ins akw! gelockt. Die Hälfte der Band hatte es dann auch geschafft. Wir hatten kein Programm,
kein gar nichts, die alten Lieder wollten wir nicht mehr spielen, oder vielleicht hatten wir sie
auch einfach vergessen. Aber es war fantastisch!!!
Making Of: Wir haben ne Stunde lang einfach improvisiert. Die Band,
oder eben die, die da waren, hat gejammt, die MC´s gefreestylt. Schönen Dank auch an Dopzen
von DvP, den wir hier das erste Mal auf die Bühne holten, und der perfekt in jedes SpontiProjekt
zu passen scheint.
Außerdem: Wir haben die ganze Zeit gedacht: "Was, der Jonny trinkt heute nur Wasser?"
Später haben wir bemerkt, dass es Wodka war. Pur. Er hat sich dann noch mit drei Türstehern
angelegt und ist rausgeflogen, hat sich ins Auto gelegt und hat seinerseits geschlafen.
Die anderen der Band haben in der Kneipe noch gejazzt. Ein paar Leute haben ganz wild auf den
Tischen geklopft und jede Menge Party gemacht. Wunderschön!!! Oder doch eher Arschgeil?
14. mistaa release akw! 2005
Es gibt drei Kategorien von Auftritten: es gibt gute, schlechte und beschissene.
Wir wissen nur nicht, ob dieser schlecht, oder doch beschissen war. Wir hatten persönliche und
finanzielle Probleme, die "Entterritorialisierung" der Band, also, dass alle irgendwohin,
die meisten aber nach Berlin zogen, tat sein übriges. Wir hatten andere Musiker probiert,
studiert und uns dann eben nach Möglichkeit einfach nicht mehr gemeldet. Beim Auftritt dann,
waren ALLE da. Die neuen und die alten. Wir waren zu zwölft!!! Sogar der Verfassungsschutz,
LKA war da. Ermittelte irgendwas mit dem Betreff Volksaufstand, Subjekt, Jugendbewegung.
Ja, und dann wir waren auch noch scheiße. Hatten nicht einmal zusammen geprobt. So was, aber auch.
Oder wie Beckett sagt: "Man kann nur scheitern, scheitern und besser scheitern!" Wir wissen noch
nicht, ob das stimmt.
Making Of: Wie gesagt, wir waren miserabel, aber die Stimmung des ganzen
Abends war genial. Mistaa und Soularis machten ein genial, superduperkonkretes Konzert.
Die Leute hatten ne gute Zeit, jeder feierte und wir standen irgendwo im Schatten und verbargen
unsere eiskalten Tränen… (wenn ihr einen von uns immer noch da stehen steht, sprecht ihn bitte
nicht an, er braucht noch ein bisschen… äh Zeit!)
Außerdem: Es musste mal wieder Alles anders werden. Alles muss anders werden. Immer und
immer wieder. Alles bleibt anders!!! Und: Gerüchte nach einer Auflösung verhärteten sich.
Nur die Bild Zeitung hielt, Gott sei Dank, mal ihr Maul.
15. Denklerblock Sommerfest 2006
Uns wurde eine ganz besondere Ehre zuteil. Wir wurden eingeladen
(wurden wir das, ich glaube wir luden uns selbst ein?!?) im schon legendären linksautonomen
superbalternativen, bohemienavantgardistischen Denklerblock zu spielen. Wir kamen also alle gerade
aus unseren Drogenurlauben nach Deutschland zurück, teilweise zu letzter Minute eingetrampt,
trafen uns dann in "Poppen "Poppes" hausen", wo immer noch unser Proberaum und Rückzugsgebiet
ist, schliefen kaum (die WM stand ja kurz bevor) aßen nichts (die WM stand ja kurz bevor)
und tranken jede Menge Alkohol (die WM stand ja kurz bevor). Am Nachtmittag luden wir alle
unsere Sachen, nach kurzem, defensivem Proben, in hitzig schwitzige Autos und fuhren mit dem
ganzen Kram nach Würzburg in eben jenen sagenumwobenen Denklerblock. Dort, alles kurz aufgebaut, A
utos wieder weggebracht, mit Bus und Tram wieder hingekommen, in den Schatten gesetzt,
ein Bier getrunken und sofort eingeschlafen…
Keine Ahnung, ob wir wieder aufwachten.
Making Of: Den Leuten hat´ s wohl gefallen. Was hilft das einem schon.
Der Sound war scheiße und wir waren nicht viel besser. Obiges, genau detailliert geschildertes
Vorprogramm dient nur als Rechtfertigung unseres Zustandes. Das ist eben immer so ne Sachen wenn
man zurück nach Würzburg kommt…(irgendein Philosoph - war es Sloterdijk? - bezeichnete den Menschen
mal, als "lernfähigen Versager"; gefällt mir gut, aber das "lernfähig?")
Außerdem: Autonome sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Linke sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. "stubenhocker" sind auch nicht mehr das,
was sie mal waren. (apropos Denklerblock: wo ist unser Mischpult und unsere Mikrofone??? )
-> Anmerkung des Fahrers : Sie sind wieder da ;)
16. UnD Auftritt 2006
Oder: "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt…"
Wir waren wieder da; schon abgeschrieben, schon tot geglaubt, längst schon als Vergangenheit, im besten Fall noch als "gute alte Zeit" tituliert, verschrien, waren wir plötzlich wieder da, auferstanden, wie ein Phoenix aus der Asche, kamen wir - bombastisch, sensationell orgastisch - ganz an die Spitze zu perfekter, bester, bislang noch ungekannter Form zurück. Kaum wieder zuerkennen, selbst die blassen Gesichter, mit den verdächtigen Augenrändern, bekamen von solch einem grandiosen Reunion Come Back wieder etwas Farbe. "ROT, ROT, ROT!!!" es bleibt sie, die Farbe der Hoffnung!!!
Das Publikum feierte und feierte und wir alle feierten mit. Der sensationellste Auftritt, bislang. Und mit einer der besten der "stubenhocker".
Making Of: Da waren mal wieder alle da. Zum schönsten Festival der Welt angereist,
um bei uns auf der Bühne zu stehen. Ja, ja und die ganzen Fans und die guten Kritiken,
aber jetzt mal im Ernst: wir waren echt verdammt gut!!!
Außerdem: Ja, außerdem schweben wir immer noch auf dieser Euphoriewelle.
Ein paar von uns haben es mit einer Reihe von Betablockern versucht. Es hilft nichts,
wir freuen uns immer noch. Und jetzt haben wir sogar ne Homepage… juuuuuhhhhhhhhhhhhhuuuuuuuu!!!